Auf nach Georgien! (der Osten ruft auch weiterhin!)

Teil 1 

 

Freitag, der 09.05.2014

 

Leider erfolgt unser Start verspätet gegen 19.00 Uhr, aber wir können heut noch ein paar Kilometer machen, und schließlich: Der Weg ist das Ziel!

Nach ca. 1, 5 Stunden auf der B6n landen wir in Bernburg auf dem uns schon bekannten CP direkt an der Saale “hellem Strande“, genannt Schifferklause. Hier waren wir zuletzt 2011, die Besitzer sind neu, der Rest nicht. Doch alles ist sauber, aufgeräumt und die Lage ist super, eben direkt an der Saale…

 

Tkm: 110

Ü:        20 Euro

 

 

         

 

 

Samstag, der 10.05.2014

 

Um 08.00 Uhr stehen die Brötchen zur Abholung bereit, noch in Ruhe das Frühstück, ein Pläuschchen mit zwei Hamburgern und gegen 11.00 Uhr sind wir unterwegs gen Süden. Die Bahn ist zum Glück frei und so können wir unseren Wagen rollen lassen.

Erster Snackstopp bei MCD kurz vor Dresden. Noch bevor wir die tschechische Grenze erreichen, wollen wir uns eine Vignette besorgen. (Zwang in einigen Ländern, die wir durchfahren werden). Mittlerweile haben wir die Bahn verlassen, fahren durch die Ausläufer des Elbsandsteingebirges, einer wundervollen Gegend. Nur, keine Vignetten! Die erwerben wir dann an der Wechselstube an der Grenze. Der Betreiber ist sehr nett und erklärt uns einiges dazu.

 

  

 

Der erste CP bei Brno ist noch geschlossen, macht auch nicht grad den schönsten Eindruck. Doch ein paar Kilometer wieder zurück, kommen wir zum CP Hana in Veverska Bityska, ein Glückstreffer. Am Flüsschen gelegen, mit Deich, machen wir uns auf eine Stadterkundung und Hunger verspüren wir auch langsam.

Im Ort selbst werden wir nicht enttäuscht, nett anzuschauen und zu Essen und Trinken gibt’s gut…

 

Tkm: 570

Ü:        14 Euro

 

  

 

  

 

 

 

 

Sonntag, der 11.05.2014

 

Am Morgen entdecken wir neben einigen Womos auch ein Wohnwagen-Gespann mit russischem Kennzeichnen. Ein Paar mit Hund sind die Inhaber und Chrissi kommt mit der jungen Russin beim Duschen ins Gespräch. Die beiden sind aus Moskau und über Belarus in den Westen gefahren (die Ukraine war ihnen zu heikel). Sie wollen nach München, Luxemburg, Brügge, Amsterdam und Hamburg und auf der Rückfahrt durch Polen, Freunde in Posen besuchen.

 

  

 

  

 

Um ca. 10.30 Uhr sind wir zurück auf der Autobahn und die Fahrt Richtung Süden geht weiter. Wir müssen tanken und es folgen die Slowakei und Österreich bevor wir nach Ungarn einlaufen und in der Nähe von Szeged die Nacht verbringen. Gegen 16.30 Uhr parken wir unseren Wagen an einer Hauptstraße und erkunden ein wenig die Altstadt. Es ist warm geworden, über 25  Grad. Wir wandeln durch die Straßen, entlang der Theiß, in der belebten Innenstadt wird flaniert, man ist Eis, genießt den Sommer…

Den CP in der Innenstadt verpassen wir und so landen wir außerhalb auf einem FKK- Clubgelände. Wir sind es nicht gewohnt, hat aber was. Es bleibt warm und erst in der Nacht beginnt ein leichter Regen.

 

Tkm: 530

Ü:        15 Euro

 

  

 

 

 

Montag, der 12.05.2014

 

Auch heute starten wir früh, schon um 10.00 Uhr. Zu kühl für FKK! Über einen Feldweg finden wir auf den Highway zurück. Nach 10 Kilometern erreichen wir die Grenze zu Serbien. Hier sind auf der Autobahn Mautstellen eingerichtet, bei denen das entsprechende Geld (auch per Karte) entrichtet werden muss.

Zunächst fahren wir durch die Ebene Serbiens, vorbei an Belgrad, Nis… In Pirot soll es einen Stellplatz neben einer Burg mit Quelle geben. Ok, die Burg ist eine Ruine und wir verspüren nicht wirklich Lust hier die Nacht zu verbringen.

 

   

 

Wir tauschen Geld und kehren noch in einem Shop ein, um ein wenig Vorräte( fest wie flüssig) aufzufüllen. Es hat wieder zu regnen begonnen! Bis zur Landesgrenze nach Bulgarien geht es nun auf Bundesstraße, eine Baustelle nach der anderen - unsere EMMA sieht aus, als wären wir auf Feldwegen unterwegs gewesen. 

Wir kommen nach Bulgarien und wollen noch nach Sofia, denn hier, so haben wir gelesen, gibt es am Stadtring einen bewachten LKW-Parkplatz mit Bistro.

 

   

 

  

 

Es wird 19.00 Uhr, als wir auf dem LKW-Stopp einlaufen und uns in das angeschlossene „Restaurant“ begeben. Es macht schon einen verwegenen Eindruck, doch das Angebot an Essen und Trinken ist sehr gut, es gibt eine „Heiße Pfanne“, sehr gut, und bulgarisches Bier. Müde richten wir uns im Wagen ein und schon bald sind wir eingeschlafen….

 

Tkm: 650

Ü:         3 Euro

 

 

Dienstag, der 13.05.2014

 

Die Nacht blieb ruhig, trotz angrenzendem Highway, ab und zu nur schlagen Hunde an. Nach dem Aufstehen, Frühstück bei „Babette Quellette“.

 

  

 

Schon bald sitzen wir im Wagen und die Tour geht weiter, an Plovdiv vorbei, bis Svilengrad, mal Autobahn, mal keine, viele Polizeikontrollen, doch wir bleiben zum Glück unbehelligt.

Es wird wärmer, das Wetter so, wie es sich für die Region gehört…

Ca. 20 km vor der Grenze zur Türkei stehen schon die LKW wie an einer Perlenschnur aufgereiht am Straßenrand. Wir fahren an der Schlange vorbei und gelangen zum Kontrollpunkt. Das Areal ist ähnlich wie an der Grenze zur Ukraine, ein Eingangstörchen und ebenso eine Ausgangskotrolle - nur wesentlich moderner.

 

  

 

Die kommende Strecke in Richtung Istanbul ist super ausgebaut, noch sehen wir keine Mautstellen. Wir sind beeindruckt, ob der „Moderne“, hätten wir so nicht erwartet. Schon bald hinter Edirne empfangen uns die Ausläufer der Megacity ISTANBUL.

 

  

 

  

 

  

 

Ein schöner CP liegt ca. 20 km vor Istanbul bei Selimpasa. Etwas versteckt vielleicht, aber eine sehr schön gepflegte Anlage und Ismet, "the caretaker" betreut auch den Empfang und weist uns einen Platz zu. Nachdem wir "aufgebaut" haben, wird erstmal draußen relaxt. Aber gegen Abend wird es dann kühl und nach kurzem Spaziergang um das Feld machen wir uns an das Abendessen, mal wieder selbst gekochten Nudeleintopf. Wir kommen mit einem jungen Engländer, Radfahrer für 10 Monate, ins Gespräch und er erzählt, wohin ihn sein Weg in der nächsten Zeit führen soll.

 

Tkm: 520

Ü:        19 Euro

 

 

 

Mittwoch, der 14.05.2014

 

Frühstücken, dann Abwasch, Hartmut kommt mit den Italienern ins Gespräch, sie fahren mit ihrem Auto nach Istanbul hinein, sehen sich die Stadt an und schlafen dann im Hotel. Dann machen auch wir uns auf, um weiter nach Westen zu kommen. Im Ort Selimpasa wird getankt und dann befinden wir uns auch schon auf der stadteinwärts führenden Schnellstraße. An der Tanke fragen wir nach der Vignette für die Bosporus-Brücke, Fehlanzeige!

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Bei der Annäherung an Istanbul, Stau ohne Ende, ein LKW steht neben uns und der Fahrer erklärt uns in gutem Deutsch, wo wir den Passierschein für die Bosporus-Brücke bekommen könnten. Vor der Brücke soll es eine PTT-(Post) Stelle geben!?!?!

Aber, natürlich verpassen wir die, gelangen an einen Abzweig wo wir halten können und als Chrissi reingeht, will der keine Euro und auch keine Kreditkarte (&/§&$$%$“). Lira haben wir nicht, also machen wir die Rechnung ohne den Wirt und fahren "schwarz" über die große Brücke.

Wirklich beeindruckend, die Aussicht…

Schon bald legen wir einen Kaffee- und Snackstopp ein und tauschen ein paar Euro in Lira. Istanbul mit Vor- und Nachlauf ca. 150 km, unbelievable.

Über Dücze gelangen wir gegen fünf nach Aksakoca, wir halten an der Touristinfo und erfahren, dass Geld bei Juwelieren getauscht wird. Machen einen Spaziergang durch Ort und Bazar, Einkäufe, denn wir wollen auf einem CP hier übernachten. Doch was wir aus dem Stellplatzführer herauslesen, sieht in der Realität ganz „anders“ aus.

Doch man muss auch Glück haben, relativ nah am Zentrum liegt ein weiterer Stellplatz, allerdings geschrumpft, weil auf der großen Wiese jetzt ein Appartmenthaus hochgezogen wird.

 

  

 

  

 

      

 

 

Gepflegt, die sanitären Einrichtungen wie die ganze Anlage. Später nehmen wir im dazugehörigen Restaurant unser Abendessen mit Blick auf das schwarze Meer und vorbeiziehende Delphine ein. Vorher allerdings geht es noch mal zu Fuß bis zum Hafen, machen einen kleinen Stopp in einer Bar und genehmigen uns ein kühles Bier.

Wir kommen später noch mit einem holländischen „Motorrad-Pärchen“ ins Gespräch, die auf der kleinen Wiese zelten, sie haben drei Monate zur Verfügung, wir nur vier Wochen. Gute Nacht! Bei ca. 30 Grad, ja, wir sind im „Süden“ angekommen.

 

Tkm: 330

Ü:        14 Euro

 

 

Donnerstag, der 15.05.2014

 

Auch jetzt am Morgen, noch mal Smalltalk mit den Holländern, bevor es dann wieder auf die Piste geht, ca. 500 km liegen vor uns. Wir wollen nach Amasya. Wir fahren durch Landschaften…, zum Glück lassen die Strassen eine gute Reisegeschwindigkeit zu. Brütende Hitze dort, als wir in Amasya einlaufen. 

 

  

 

  

 

   

 

  

 

In der Stadt gibt es zwei Altstädte. Welche besuchen wir? Erstmal eine Fahrt durch die Stadt und als wir an der Moschee vorbeikommen, steht dort ein „artverwandtes“ Womo, Werner und Sigune aus München gehört der Wagen. Sie haben mit Polizeieskorte den Platz für die Nacht am Hamam zugewiesen bekommen.

Der Stellplatzführer versprach hier über der Altstadt einen Platz mit Blick auf die Stadt hinunter, wir erkunden die Lage, werden aber verwiesen und so gesellen wir uns zu den Münchnern. Wir stehen mitten in der Stadt und begeben uns mit den Beiden auf Erkundungstour.

 

  

 

Wir werden von einer Gruppe junger Mädchen auf Englisch angesprochen, sie sind neugierig, freuen sich und wollen Fotos machen. Später kommen uns noch zwei Mädchen entgegen, die uns dazu überreden, beim Dreh eines „Happy Birthday Videos“ mitzuwirken.

 

  

 

Da uns langsam ein Hüngerchen überkommt, suchen wir ein Restaurant auf. Leider ist das Essen nicht überragend, ganz im Gegenteil dazu die jetzt illuminierte Altstadt. Auf dem Rückweg zu unseren Wagen, treffen wir noch Biker, die auf dem Weg nach Tiflis sind, um dort Freunde zu besuchen. Der Abend neigt sich dem Ende, müde sinken wir auf unser Lager, direkt neben einer Moschee!!!

 

Tkm:  510

Ü:          -- Euro

 

 

 

Freitag, der 16.05.2014

 

Auf der Fahrt gestern Abend von der Burg herunter hatten wir ein Plätzchen ausgemacht, dass wir mit den beiden als Frühstückstreff aufsuchen. Von hier eine hervorragende  Aussicht über Amasya. Frühstücken und reden… Beide wollen zum Van-See und müssen erst im letzten Drittel im Juni in Igoumenitsa auf die Fähre umsteigen.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Heute nur 300 km ohne Zwischenstopp, Küstenstraße, am „Gölge-Piknik“ zwischen Bolaman und Persembe, kommen wir bei Tahir und Nadre direkt am Strand des schwarzen Meers unter. Die Verständigung ist nicht einfach, aber … Keiner ist hier neben uns, es gibt Toiletten, Duschmöglichkeit, elektrischen Strom und wahrscheinlich auch Familienanschluss (wenn es mit der Sprache besser klappte).

Wir gehen noch am Strand entlang, genießen die Ruhe am Meer und die angenehmen Temperaturen.

 

Tkm: 300

Ü:          7 Euro 

 

 

 

 

 

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