Tag 1

  

Mi, 08.05.13 - Ferch (Berlin), Schwielowsee

 

Schon kurz nach Arbeitsende sitzen wir im Auto und da es in Richtung Berlin geht, legen wir nach 20 km einen ersten Stopp in SZ ein, nochmal tschüss sagen bei der Familie. Bald geht es weiter und unser Weg führt uns über Braunschweig auf die A2. Südwestlich von Berlin am Schwielowsee halten für die erste Übernachtung zwischen Ferch und Caputh. Nachdem wir uns eingerichtet haben, brechen wir zu einem Spaziergang auf und sehen uns das Malerdorf an. Idyllisch an der Südwestecke des Schwielowsees gelegen, schöne Villen, ein Bootsanleger. Hier kommt das Mückengewitter über uns und nach wenigen Minuten bedauern wir, kurzärmlig losgegangen zu sein. Also flugs zurück zum Auto, hier ist die Mückenplage noch gering, doch kurz nach unserem Abendessen ziehen wir uns ins Auto zurück.

 

 

   

Tkm: 247

Ü: 25 €

 

 

 

Tag 2

 

Do, 09.05.13 

 

 

   

 

Nach einer ruhigen Nacht fahren wir zurück zur Autobahn, setzen unseren Weg nach Osten fort und biegen vor der polnischen Grenze nach Frankfurt/Oder ab. Wir parken unseren Wagen und streifen durch den Altstadtbereich, Rathaus, Marienkirche, Kleist-Haus, Oder-Turm. Wir wechseln auf die Ostseite der Oder und schauen uns im Ortsteil Slubice/Polen um. Hier kaufen wir Spargel und genehmigen uns Cappu und Kuchen.

 

 

 

 

Auf polnischer Seite setzen wir unseren Weg fort und folgen den Schildern in Richtung des ehemaligen Ostwalls. Die erste Anlage schließt gerade und so fahren wir ein paar km weiter. Bei Boryscyn schauen wir uns eine Bunkeranlage der Festungsfront Oder-Warthe-Bogen an. In die Anlage selbst kommen wir nicht hinein, aber auf dem Gelände können wir uns umsehen.

 

 

 

    

 

   

 

 

   

 

In Wierzbno ist der CP leider noch geschlossen. Wir finden aber ein Plätzchen an der Warthe bei Skwierzina, neben einem Restaurant, in dem wir dann auch zu Abend essen. Ein paar Schweizer Motorradfahrer kommen später auch noch an.

 

 

 

 

Tkm: 307

Ü: 30 ZL (7,20 €)

 

 

 

Tag 3

 

Fr, 10.05.2013

 

In der Nacht hat es angefangen zu regnen, trotzdem ist am Morgen die Gartenbautruppe im Einsatz. Mit gefühlten 100 dB aus ihren Rasenmähern werden wir unliebsam geweckt und stellen fest, dass nicht nur der nasse Rasen aufgewühlt wurde, sondern auch Millionen von Mücken, die sich nun auf unserem Auto niederlassen... Heute starten wir ohne Frühstück.

 

Den ersten größeren Stopp legen wir nach ca. 300 m in Konin ein. Nach so langem Sitzen ist erstmal ein längerer Spaziergang angesagt. Einen Parkplatz finden wir in der Nähe des Marktes. Im Zentrum besuchen wir die Bartholomäus-Kirche, auf dem Gelände der Kirche befindet sich der "Meilenstein" von Konin (http://de.wikipedia.org/wiki/Meilenstein_in_Konin).

 

 

                                                                 

 

Knapp 200 km bis Warschau liegen noch vor uns. Dank Navi finden wir schnell den CP mitten in der Stadt, wo wir 2 Nächte bleiben werden. Neben uns steht ein Mercedes Allrad WoMo mit einem Ehepaar aus Österreich. Wie wir von ihnen erfahren, sind sie auf dem Weg nach Riga und wollen mit Kostja auf Tour gehen. Sie werden ca. 1/2 Jahr unterwegs sein.

 

 

                                                                                                                     

 

Nachdem wir einen Rundgang durch den Stadtteil gemacht haben, kehren wir zum CP zurück und bereiten unser Abendessen vor. Heute wird der in Slubice gekaufte Spargel gekocht.

 

 

Tkm: 420

Ü: 125 Zloty

 

 

Tag 4

Sa, 11.05.2013 - Warschau

Auf ins Zentrum! Erstes Problem, die richtige Buslinie finden, zwar gab es eine Beschreibung vom CP, aber so einfach gestaltet sich die Sache nicht. Schließlich finden wir den richtigen Startpunkt und schon bald erreichen wir das Zentrum und steigen in der Nähe des Palastes der Kultur und Wissenschaft aus. Wir umkreisen ihn einmal und gehen dann hinein. Irgendwie plüschig, der Charme des alten Sozialismus auf Hochglanz poliert, Kino, Ausstellungen, viele junge Menschen.

                                       

     

 

                                       

 

                                            

 

                                        

 

   

                          

  

 

  

                                                            

   

 

                                                                                       

    

Weiter geht’s zum Plac Josef Pilsudskiego, hier warten wir auf die Wachablösung – beeindruckend. Gleich dahinter beginnt die Stare Miasto (Altstadt) mit Königsschloss und Marktplatz – heute ist Europatag – wir schlendern bis zur Barbakane und gelangen in die Nove Miasto (Neustadt). Hier befindet sich das Denkmal für die Kriegsopfer im Osten sowie der "Umschlagplatz". Vom Warschauer Ghetto sehen wir im Boden eingelassen die Umrisse der Mauer. Hinter dem Willy-Brandt-Platz mit Denkmal steht das neue Museum für die Geschichte der polnischen Juden kurz vor der Eröffnung. Man kann zwar schon hinein, aber die Ausstellung ist noch nicht zu besichtigen.

   

 

   

 

    

 

Eine junge Frau kann uns wohl unsere Ratlosigkeit von der Nase ablesen und spricht uns auf englisch an. Von ihr erfahren wir, wie wir am besten die nächste Bushaltestelle in Richtung Zentrum erreichen.

 

Tkm:   ---

Ü: 125 Zloty

 

Tag 5

So, 12.05.2013 – Kazimierz Dolny

Heute später Start in Richtung Südosten, Ziel ist ein CP in der Nähe von Lublin. Zunächst machen wir jedoch einen Stopp in Kazimierz Dolny am Weichseldurchbruch. Ein malerisches Städtchen, touristisch gut erschlossen, Straßenmusiker und Kunsthandwerk sind auch vertreten. Wir wollen auf den Aussichtsturm, von dem man einen herrlichen Blick auf den Weichseldurchbruch haben soll. Der Turm ist schon gut besucht und wir genießen die nicht minder schöne Aussicht vom Fuße des Turms.

   

 

    

 Wir steigen in das pittoreske Örtchen hinunter; wie schon am Turm herrscht auch hier ein touristisches Treiben. Auf dem Rynek, dem Marktplatz schallt abwechselnd mal aus der einen, dann aus der anderen Ecke Life-Musik. Da hier neben den üblichen Souvenirs auch Kunsthandwerk angeboten wird, kauft Chris 2 hübsche Porzellanblumen. Wir beschauen noch ein wenig den Trubel bei einem Cappucino und gegen 16 Uhr sitzen wir wieder im Wagen und rollen weiter durch Ostpolen.  CP in Lublin – Fehlanzeige. Wir kaufen noch ein paar Vorräte und machen uns auf die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. An einem See finden wir in einem kleinen Wäldchen eine Bungalow-Anlage (Forest Hotel) wo wir den Platzwart auf englisch nach einem CP fragen. Er bietet uns an, die Nacht auf seinem Parkplatz zu verbringen, Stromanschluss und Dusche in einem der leerstehenden Bungalows inkl. Vor dem Abendessen machen wir noch einen Spaziergang um den See und schauen den Jugendlichem bei ihrem Partytreiben zu.

     

Tkm: 252

Ü: 15 €

 

Tag 6

Mo, 13.05.2013 - Lublin

Wir stehen gegen 10 Uhr auf. Die Nacht war ruhig, etwas regnerisch und kühl. Wir beschließen, hier noch einen Tag zu verbringen und dem Lager Majdanek und der Stadt Lublin einen Besuch abzustatten. Das Lager liegt im Südosten der Stadt, auch dieses Lager liegt relativ nah am Stadtzentrum. Es hat eine Größe von ca. 250 ha und wurde 1941 errichtet. Die Dimensionen und die hervorstechende Genauigkeit/Einheitlichkeit, mit der die Lager errichtet wurden sind immer wieder erschreckend. Wir umrunden die Freifläche und schauen in einige der Baracken hinein. Am Ende steht das Denkmal in Form eines jüdischen Leuchters.

   

 

   

 

   

 

   

 

   

 

 

In der Stadt tanken wir erstmal und finden wir für 2 Zloty einen bewachten Parkplatz in der Nähe des Bazars. Wir wollen uns Briefmarken besorgen und die ersten Karten schreiben. Per Zufall finden wir die Post, doch aufgrund von Verständigungsproblemen bekommen wir zunächst noch keine Briefmarken. So setzen wir uns in den Park gegenüber und schreiben die Karten, um danach ins Postamt zurückzukehren. Jetzt wird unser Anliegen deutlicher und wir bekommen die gewünschten Marken.

 

   

 

   

 

    

 

   

 

    

 

In der großen Kirche in der Altstadt ist Fototermin mit den Kommunionskindern, eine Familie nach der anderen wird mit dem Pfarrer aufs Bild gebannt. Herrliche alte Bauten, zum Teil in schlechten Zustand, zum Teil renoviert beherrschen das Stadtbild, die Fenster der nicht renovierten Gebäude sind teilweise mit alten schwarz-weiß Fotos ausgefüllt. Nach soviel Bewegung machen wir eine Pause und genießen die Aussicht bei Kaffee, Kuchen, Burger und Bier. Dann kehren wir zu unserem Stellplatz beim Forest Hotel zurück und lassen den Abend bei einem Glas Wein ausklingen.

 

Tkm: 30

Ü: 15 €

                                                                                                      

 

Tag 7

Di, 14.05.2013 - Lemberg

 

     

 

Am nächsten Morgen starten wir gegen 10 Uhr und sind auf dem Weg zur Grenze in die Ukraine bei Hrebenne. Nach mehrstündiger Fahrt durchs polnische Flachland – wir passieren u.a. auch das ehemalige KZ Belzec – gelangen wir an den Grenzübergang, geschätzte Dauer 3 h. Nach 1 h Wartezeit machen wir einen entscheidenden Fehler, scheren aus der Reihe aus und fahren an der Schlange vorbei, in der Hoffnung, dass es hier eine „Euro-Spur“ gibt, leider Fehlanzeige.

 

   

 

Vor einigen Jahren hatten wir damit schon einmal Glück gehabt. Ein polnischer Grenzer fordert uns zur Umkehr auf. Der Platz ist weg und die Schlange nicht kürzer geworden. Hinten wollen wir uns aber nicht mehr anstellen, also fahren wir 2 h weiter Richtung Süden zum Übergang bei Krakovets. Hier haben wir Glück und sind nach 1 h über die Grenze - nur noch 80 km bis Lemberg. Dort wollen wir am Hotel „Jockey“ direkt an einer größeren Einfallstraße in die Stadt an der Pferderennbahn übernachten. 

 

  

 

Relativ einfach führt der Weg dorthin, man spricht wenig Englisch, aber wir können uns verständlich machen. Eine Dusche ist leider nicht verfügbar, aber immerhin gibt es Strom und Toiletten. Nach einem Spaziergang um das Hippodrom gibt es ein köstliches Abendessen mit Schaschlik und Wareniki in der Bar bzw. im Gartenpavillon. Da wir nicht genug Gryvnia haben, müssen wir anschreiben lassen.

 

  

 

  

Tkm: 330

Ü: 10 €

 

 

 

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   Polen-Ukraine 2013 

                - 1. Woche -