Aufregend war der erste Abend in Frankreich. Es ist mir nicht möglich, mich auch nur der Hälfte der Stätten zu entsinnen, denen wir einen Besuch abstatteten, ebenso wenig dessen, was wir im Detail erblickten; wir verspürten gar kein Verlangen, ein Ding ausführlich zu inspizieren - wir trachteten lediglich danach, uns zunächst einmal umzuschauen und umherzugehen - uns zu bewegen, in Bewegung zu bleiben! Der Geist des Landes war auf uns niedergekommen.

Mark Twain (1835 - 1910), eigentlich Samuel Langhorne Clemens, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 1

 

Fr,24.08.12

 

Urlaub! Noch etwas angespannt starten wir nach einem kurzen Stopp bei McDonalds in Richtung Mannheim. Dies soll der erste Übernachtungsplatz auf unserer zweiten Frankreichtour sein. Verkehrstechnisch kommen wir gut durch, obwohl am Darmstädter Kreuz etwas zähfließender Verkehr herrscht. Gegen 20 Uhr erreichen wir den CP "Neckarau" in Mannheim. Nur die Lage ist schön, ein Durchreiseplatz eben. Um uns ein wenig vom langen Sitzen zu erholen, unternehmen wir einen Spaziergang entlang des Neckarufers. Nach dem Abendessen gehen wir noch auf ein Bier zur Rezeption.

 

 

 

Tkm: 384

Ü: 20 €

 

 

Tag 2

 

Sa,25.08.12

 

Gegen 8 Uhrschlagen wir die Augen auf, der Himmel ist bewölkt und 2 h später beginnt unsere Stadtrundfahrt durch Mannheim, um zumindest einen kleinen Eindruck von der schachbrettartigen Anordnung des Zentrums zu bekommen. Wir passieren das Barockschloss (jetzt Uni), den Wasserturm und umrunden den Luisenpark.

 

 

 

Wenig später sind wir auf der Bahn in Richtung Süden. Gegen ein Uhr erreichen wir das Zentrum von Freiburg, stellen unseren Wagen ab und spazieren vorbei an einer hübschen Kirche, Fahrradladen, Rathaus und gelangen ins belebte Zentrum. Am Rathausmarkt sehen wir ein "Kuriosum" (siehe Bild), ein junger Mann scheint auf einen Stock gestützt in der Luft zu schweben. Am Freiburger Münster ist Markt und bevor wir die Kirche von innen besichtigen verschaffen wir uns eine kulinarische Stärkung mit typischer Bratwurst und Knöpfle. Im Münster sind dann zahlreiche Kunstwerke zu bestaunen.

 

Was auffällt ist,dass die Stadt von zahlreichen "Bächle" durchzogen ist. Außerdem gibt es ein "Rotes (historisches) Kaufhaus" und ein "Landkartenhaus" (Buchhandlung nur für Reisen).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

NachEis und Cappucino und Besuch des Aldi Süd führt uns der Weg nach Breisach und dann über die Grenze/Rhein nach Neuf-Brisach ins Elsass. Wir durchfahren malerische Orte und gelangen über Thann

 

 

 

Nach Masevaux, wo ein sehr gepflegter, hübscher CP am Ortsrand auf uns wartet. Auch der Ort selbst ist sehenswert. Während unseres Spaziergangs (10 min. bis ins Zentrum) fängt es an zu regnen und wir flüchten uns in das Café de l'Etoile. In freundlicher Atmosphäre schauen wir durchs geöffnete Fenster auf den menschenleeren Marktplatz, in der Bar sind mehrere einheimische Gäste, die ihren Aperitif nehmen, lebhaft erzählen, am frühen Abend sicher ein typisches Bild in Frankreich.

 

 

 

 

 

 

 

 

Tkm:310

Ü: 14,40 €

 

 

Tag 3

 

So, 26.08.12

 

Am nächsten Morgen holt Chris das bestellte Baguette und die Croissants. Die Auslage wäre ein Foto wert gewesen. Die Bäckerin arrangiert die verschiedenen Brote, Brötchen und süßen Teile auf einem großen Tisch vor dem Wagen (heute scheint die Sonne wieder) und freut sich, dass sie ein wenig deutsch mit Chris sprechen kann.

 

Als wir losfahren bewölkt es sich wieder. An einem kleinen Stausee, außerhalb von Masevaux, halten wir an und wollen einen Spaziergang unternehmen, doch schon nach wenigen Metern beginnt es zu regnen und wir kehren um und setzen unsere Fahrt fort. Je weiter wir nach oben kommen, desto diesiger wird es und wir verzichten, auf die Kuppe des Ballon d'Alsace zu fahren. Stattdessen halten wir am Staudamm am Lac d'Alfeld.

 

 

 

 

Unsernächstes Ziel ist Ronchamp, wo es die berühmte Kapelle Notre-Dame-du-Haut zu besichtigen gibt, die von Le Corbusier entworfen und in den Jahren 1950-55 erbaut wurde. In ihrer Schlichtheit beeindruckende Architektur.

 

 

 

 

Einekleine Pause legen wir noch am Schacht St. Marie, unterhalb der Kirche, ein.

 

 

Weitergeht es in den Süden, wir durchqueren Arbois und erreichen nach 3 km den Cirque du Fer à Cheval (weitere Cirques - hufeisenförmige Taleinschnitte - werden folgen). Wir halten an einigen Punkten und halten die Aussicht per Klick fest.

 

 

 

Danach fahren wir zurück nach Arbois zum CP Municipal, neben dem Sportplatz gelegen. Nachdem wir uns "gut" aufgestellt haben :-), gehen wir (ca. 10 min.) ins Stadtzentrum hinunter. Auch hier wieder viel zu viele Fotomotive... Hervorzuheben ist die Weinproduktion im Jura, die hier z.B. durch Henri Maire vertreten wird (ein bisschen Werbung darf ja auch mal sein). Wir entdecken auch ein Denkmal von Louis Pasteur, der hier aufwuchs.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach unserer Rückkehr zum CP wird gekocht und wir können zum Glück noch ein wenig den warmen Abend genießen.

 

Tkm: 260

Ü:16,70  €

 

 

Tag 4

 

Mo:27.08.12

 

 

Heutestarten wir spät, der Cirque de Baume ist unser erstes Ziel. Das Dörfchen Baume-les-Messieurs ist noch recht ruhig, ca. 1 km dahinter erhebt sich der Cirque. Im Talkessel gibt es Park- und div. Zerstreuungsmöglichkeiten, und trotz des Wochentages ist einiges los. Der Weg auf den Rand des Cirque führt in Serpentinen etliche Meter nach oben. Zum Glück liegt dieser Weg jetzt im Schatten. Von der gut 100 m hohen Kante haben wir eine Super-Aussicht bei strahlendem Sonnenschein. Um verschiedene Perspektiven zu bekommen, wandern wir noch ein Stück entlang der Abbruchkante.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nunbiegen wir nach Westen ab und erreichen am späten Nachmittag Tournus, hier stellen wir unseren Wagen am Ufer der Saone ab und schauen uns die Stadt an. In der Abbaye St. Philibert bestaunen wir die massiven Säulen und gehen hinab in die Krypta, die großzügig angelegt ist. Auf einmal geht das Licht aus, doch zum Glück springt es wieder an als wir uns bewegen. In der Halle ist ein kleiner Kunstmarkt, Bilder, Postkarten etc

 

 

 

 

 

 

In der Nähe der Saone kehren wir in eine Bar ein und nehmen einen Drink in gewohnt französischer Feierabendatmosphäre, bevor wir zum CP Municipal, der leider ziemlich weit außerhalb des Ortes liegt, aufbrechen. Dort angekommen, bauen wir unseren kleinen Grill auf und erzeugen - zum Leidwesen der Nachbarn - Rauch ohne Ende. Nach kurzer Zeit wandelt der sich jedoch in appetitanregenden Duft (gsd. findet kein Mundraub statt).

 

 

Tkm: 120

Ü: 20,30€

 

 

Tag 5

 

Di, 28.08.2012

 

 

Um 10.30 Uhr sind wir fahrbereit und setzen unseren Weg Richtung Südwesten fort. Schon nach wenigen Kilometern - wir fahren noch auf engen Straßen, die sich über Hügel ziehen - gelangen wir in die kleine Gemeinde Cormartin, wo wir uns spontan zum Besuch des Schlosses entscheiden und zum Glück just eine Führung beginnt. Das Renaissance-Schloss wurde 1605 auf den Fundamenten eines mittelalterlichen Vorgängerbaus aus dem 13. Jh. errichtet. Eine Studentin führt uns durch diverse Räume des Schlosses und erzählt sehr ausdrucksvoll von der Geschichte. Selbst Hartmut macht es Spaß zuzuhören, obwohl er nur wenige Worte versteht.

 

 

 

 

 

 

 

AnCluny fahren wir vorbei, obwohl es sicher auch einen Besuch wert ist, ebenso Vichy.

 

 

 

In der Ferne liegt Clermont-Ferrand, die Hauptstadt der Auvergne, am Rand des Zentralmassivs. Da wir keine große Lust verspüren, in eine Großstadt zu fahren, entschließen uns, zur Quelle des bekannten Volvic-Mineralwassers zu wandern. Wir parken an der Festung des Tournoel, von dort führt ein schmaler Pfad durch hügeliges Gelände zum Hauptweg. Dort treffen wir auf eine alte Dame, die uns freundlicherweise ein Stück begleitet und uns den Weg zeigt.

 

 

 

 

 

 

 

(DieSprache eines Landes zu sprechen ist eindeutig ein großer Vorteil.) An der Quelle erwartet uns ein Multimedia-Center, wo ein Werbefilm, auch in deutsch, zu sehen ist. Kostenlos erfahren wir alles über die Geschichte des Wassers und können auch die verschiedenen Produkte probieren. Nun sind wir Volvic-Fans geworden.

 

Aufdem Rückweg genießen wir bei der "Madonna von Volvic" die Aussicht auf den Ort.

 

 

 

Nachdem Einkauf installieren wir uns auf dem örtlichen CP und können später bei klarem Nachthimmel auf den beleuchteten Tournoel schauen und versuchen, ihn zu fotografieren.

 

 

Tkm: 240

Ü: 15 €

 

 

 

Tag 6

 

Mi, 29.08.2012

 

 

 

 

Nachdem Frühstück besuchen wir in Volvic das Touristikbüro, um ein paar Informationen über die Volcans d'Auvergene zu bekommen. Wir erfahren, dass eine Zahnradbahn mit modernster Technik auf die Spitze des Puy de Dome führt, von der man eine herrliche Sicht in die Umgebung haben soll. Als wir an der Station ankommen, zieht sich mal wieder der Himmel zu und so lassen wir nach einem kurzen Besuch im Gebäude und der Ankunft eines Talzuges, die Fahrt ausfallen. Heute ist nicht alle Tage...

 

 

 

 

Aufengen Straßen fahren wir durch die eindrucksvolle Vulkanlandschaft der Auvergne weiter nach Süden. Den Lac de Servières (ein kleiner Kratersee) umrunden wir à pied.

 

 

 

 

Wirdurchfahren die Monts Dore und erreichen Besse-et-St.-Anastaise (früher: Besse-en-Chandesse, noch früher: Besse), ein hübscher Ort mit vielen Häusern aus Lavagestein. Im Maison au Delices kaufen wir Süßigkeiten und eine Postkarte mit dem Rezept für eine regionale Spezialität - Truffade -, die wir gerne auch mal abgewandelt zubereiten.

 

 

 

 

Inder Nähe des Viaduc de Garabit (eine stählerne Eisenbahnbrücke, erbaut von Gustave Eiffel gegen Ende des 19. Jh.) liegt der Ort Ruynes-en-Margerides, wo wir unser Nachtquartier beziehen. Hier lernen wir ein Kölner Ehepaar kennen, die auf dem Weg zum Mittelmeer sind, wo sie sich für ca. 3 Monate eingemietet haben.

 

 

Tkm: 190

Ü: 21,80€

 

Tag 7

 

Do, 30.08.2012

 

Am Bureau de Poste kaufen wir Briefmarken und schicken unsere ersten Postkarten auf die Reise in die Heimat. Die oben beschriebene Brücke schauen wir uns jetzt aus der Nähe an, die Strecke scheint noch in Betrieb zu sein.

 

 

 

 

 

 

 

Weiter geht's nach Entraygues-sur-Truyères, wieder ein pittoreskes Dörfchen (vor allem keine Touristen), dass wir durchstreifen und hier und da Einblicke bekommen.

Nach einem Café (Gourmand mit 4 Gebäckstückchen) und Einkauf in französischen "Tante-Emma-Laden" setzen wir unsere Fahrt fort.

 

 

 

 

               

 

 

 

Im Lot-Tal fließen Truyères und Lot zusammen und die Straße folgt nun der Gorges du Lot.

 

 

Bei Espalion biegen wir aus dem Lot-Tal wieder Ri. Süden ab und gelangen bei St. Rome de Dolan an den Tarn.

 

 

 

 

 

 

Am Ufer des Tarn stoßen wir auf den CP La Blaquière. Hier sind sehr viele deutsche Camper, die mit ihren Kanus den Fluss hinunterfahren.

 

Tkm: 210

Ü: 17 €

 

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Frankreich 2012