Frankreich 2011, 2. Woche

 

 

29.10 St.Chamas/ Etang de Berre    30.10 bei Arles     31.10 Castellane     01.11 La Vachette    02.11 bei Chamonix    03.11 Willstätt  

 

 

 

 

 

 

Samstag, 29.10.11 - 8. Tag

 

Heute morgen trödeln wir herum und brechen erst spät auf. Unser Ziel ist heute der Pont du Gard, der von Arles aus in nordwestlicher Richtung liegt.

 

Wir müssen uns entscheiden, ob wir den Pont von der linken oder von der rechten Flussseite her „erobern“. Wir entscheiden uns für die rechte Seite.

Das Parkticket soll 15 € kosten (gilt allerdings auch für 5 Pers.).Wir suchen lieber einen kostengünstigeren Platz und finden auch einen.

 

  

 

  

 

Der Besuch der Anlage kostet nichts. Viele Franzosen spazieren mit Picknickkörben auf dem Gelände herum. Ehe das wunderbare Bauwerk der Römer ins Blickfeld kommt, muss man schon ein Weilchen gehen, gebaut 50 n. Chr., hat das Aquädukt damals täglich 20.000 m3 Wasser nach Nimes geleitet. Nach unserem Rundgang entschließen wir uns, einen Abstecher in die kleine Stadt Uzès zu machen. Hier können wir so richtig in französischer Lebensart schwelgen. Ein hübsches Städtchen, typisch französisch, der Markt ist gerade zu Ende, der Platz wird gereinigt, die Cafétische wieder herausgestellt. Wir kaufen ein paar Stücke wohlriechender Marseille-Seifen und nehmen bei der nächsten Gelegenheit einen kleinen Imbiss ein.      

   

 

                                 

      

Noch schnell zum Einkauf in den Riesen-Carrefour, bevor wir in Ri. Camargue aufbrechen.

  

       

 

 Am späten Nachmittag erreichen wir den CP St. Chamas am Étang de Berre in der Nähe des Port de Beau Rivage. Nach einem kurzen Gang ans Wasser wird gekocht. Ab jetzt öfter mal à la francaise.        

   

 

           

 

Ü : 20 €

Tkm: 120

 

  

Sonntag, 30.10.11 - 9. Tag

 

Zeitumstellung. Diese Nacht ist eine Stunde kürzer. Den ersten Stopp legen wir am Port de Beau Rivage ein, hier fließt überschüssiges Wasser des Rhone-Kanals in den Étang de Berre und erzeugt dabei elektrischen Strom. Über Miramas, Istres nach Fos-sur-Mer, zum Öl- und Containerhafen; mit der Fähre setzen wir über den Grand-Rhone, hier beginnt der Naturpark Camargue. Wir besteigen den Aussichtshügel bei den Salins de Giraud. Auf Nebenstraßen zieht sich unser Weg um den Étang de Vaccares und wir gelangen in das berühmte Saintes-Maries-de-la-Mer. 

 

                

 

         

 

 

 Einigermaßen enttäuscht durchfahren wir den Ort und müssen feststellen, dass es sich hierbei um eine ausgesprochene Touristenhochburg – auch noch zu dieser Jahreszeit – handelt, die wir schnell von unserer Agenda streichen. Wir finden noch einen Laden, der frische Baguttes verkauft, fahren aus der Stadt hinaus und suchen uns ein schönes Picknick-Plätzchen mit Blick auf die Salinen. Weiter geht es dann nach Aigues-Mortes, einer mittelalterliche Hafenstadt. Auch hier natürlich – es ist Sonntag – ziemlicher Trubel. Trotzdem schlendern wir durch die malerischen Gassen und kaufen ein paar „Souvenirs“.

Abends landen wir wieder in Arles am CP Pont de Crau. Nachdem wir uns eingerichtet haben, gehen wir noch einmal in den Ort und kehren in einer Boulangerie ein.

 

Ü: 20 €

Tkm: 220 

  

                 

       

                      

 

  

 

Montag, 31.10.11 - 10. Tag

 

Heute starten wir schon früh um neun Uhr und statten zunächst dem Zentrum von Arles einen Besuch ab. Zum Glück gibt es kein Problem einen Parkplatz zu finden. Unser Rundgang beginnt an der antiken Arena mit Theater, die wir einmal umrunden, dabei am „Maison Jaune“ vorbeikommen, in dem V. v. Gogh einige Zeit gelebt hat. Am Ufer der Grand Rhone stoßen wir auf die „Thermen des Konstantin“, von da aus geht es weiter zum Place de la Republique. Bevor es wieder weiter ins Land geht, trinken wir noch einen Café au Lait und schreiben ein paar Ansichtskarten. 

 

                             

 

 

          

 

Wir wollen nach Moustiers-Sainte-Marie, wo sich eine Einfahrt zum Canyon du Verdon befindet. Hier hat sich der Fluss bis zu 700 m tief in das Gestein gegraben. Wir genießen die grandiosen Aussichten. An einigen heiklen Passagen ist jedoch wieder volle Konzentration gefordert.  

         

 

 

Am späten Nachmittag erreichen wir Castellane und wie meistens, wenn wir uns auf dem CP ausgebreitet haben, machen wir einen Rundgang durch den historischen Ort und kehren bei Richard auf eine Picard ein, nachdem wir in einer Boulangerie noch ein Stück Fourgasse d’Anchois gekauft haben, mmmmh.

 

Ü: 15,40 €

Tkm: 220

 

       

 

 

Dienstag, 01.11.11 -11. Tag

 

Die Nacht war ziemlich kühl und wir hatten unseren kleinen Elektroheizer laufen lassen.

Als wir aufbrechen ist es noch diesig, aber als wir den Lac Castillon passieren strahlt die Sonne vom Himmel. Wir fahren durch Saint-André-des-Alpes, Colmars (ein Skigebiet am Col d’Allos) und überqueren den Pass in 2.250 m Höhe. 

 

       

 

 

         

 

Wir erreichen Barcelonette, wo es mexikanische Villen aus dem 19. Jh. geben soll. Weiter geht es zum Lac de Serre-Poncon. Dort legen wir eine pique-nique Pause ein und genießen die vermeintlich schöne Aussicht, später müssen wir feststellen, dass der Blick vom Col de Pontis (1300 m), auf den uns unsere Blechelse lotst, um einiges beeindruckender ist.

 

   

        

 

Schon bald gelangen wir nach Briancon, der zweithöchsten Stadt Europas. Wir legen einen Stopp ein und betreten die dreifach befestigte Altstadt durch die Porte de Pignerol. Steile Straßen gibt es hier. Im Salon du Thé entscheiden wir uns heute für eine heiße Schokolade, bevor wir am unteren Ende des Stadtzentrums noch den tollen Blick über die Ebene genießen. Wie immer bei blauem Himmel.

 

 

                       

 

 

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wir in La Vachette den CP der passenderweise „Gentiane“ (Enzian) heißt. Beim Ortsrundgang stoßen wir auf ein einziges Lokal/Geschäft/Bar, wo wir einen Aperitif nehmen wollen. Wir lernen Pierrot kennen, der zusammen mit seinem Kumpel schon einige Bierchen intus hat. Wir kommen ins Gespräch und es stellt sich heraus, dass seine erste Liebe ebenfalls Christiane hieß und prompt bringt er uns ein kleines Ständchen, dass allerdings nicht von Liebe sondern vom Alkohol (51) handelt. Wir fühlen uns trotzdem geehrt und amüsieren uns.

 

 

                                                   

 

Nicht einmal auf unserer Reise haben wir irgendeine Art von Deutschfeindlichkeit verspürt.

 

Da wir uns auf 1000 m Höhe befinden, fällt die Temperatur nachts auf -1° C. Sind wir froh, dass wir das Öfchen haben!!

 

Ü: 20,20 €

Tkm: 220

 

 

 

Mittwoch, 02.11.11 - 12. Tag

 

Gegen 10 Uhr geht es weiter Ri Norden. Wir wollen über den Col Mont Cenis fahren und schon bald nach unserer Abfahrt kommt die Sonne wieder heraus. Kaffee- und Einkaufsstopp in Aigue-le-Belle.

 

        

 

       

 

 

Zunächst müssen wir ein Stück durch Italien fahren und passieren Susa. An der Grenze zu Italien kontrolllieren die französischen Polizisten. Bei der Einfahrt nach Italien wirkt die Gegen etwas unwirtlich. Vor der Auffahrt zum Lac de Mont Cenis werden wir wieder von den Franzosen kontrolliert. In Lanslebourg legen wir eine kurze Pause ein. Kurz vor Albertville entscheiden wir uns, nach Chamonix zu fahren, um wenigstens einen Blick auf den Mont Blanc zu werfen.

 

Der CP ist ca. 3 km vor Chamonix, unterhalb der beiden Glaciers Basson und Tacomaz. Im Abendsonnenschein drehen wir eine Runde unter den Gletschern und sind erstaunt über die angenehmen Temperaturen (ca. 13 ° C).

 

       

 

Ü: 20,30 €

Tkm: 200

 

 

Donnerstag, 03.11.11 - 13. Tag

 

Am nächsten Morgen sind wir froh, dass am Abend noch Bilder gemacht haben, da die Gipfel jetzt im dichten Nebel liegen. Chamonix sieht, wie jeder Wintersportort ohne Schnee, ziemlich unschön aus. Wir durchfahren mehrere kleine Ortschaften und überqueren einige kleinere Pässe, bis wir die Schweiz erreichen, wo leider 34 € für die Vignette fällig werden. Unser Ziel ist der Lac Leman. Bei der Abfahrt vom Col de la Forclaz ergibt sich ein grandioser Blick auf Martigny.

 

 

Im Tal der Rhone fahren wir bis nach Montreux.Am Genfer See spazieren wir an der Ufer-Promenade entlang, entdecken eine Statue von Freddie Mercury, der hier einige Zeit gelebt hat.

 

            

 

Hotel Suisse, Casino, Altstadt. Wir beenden den Rundgang mit einem Picknick am See.

               

 

    

 

 

 

Die letzten Urlaubsstunden zwingen uns nun auf die Autobahn. Am späten Nachmittag landen wir in Willstätt-Sand bei Kehl. Ein hübscher Fachwerkort, Schlachter und Bäcker sind unsere ersten Anlaufpunkte, dann lassen wir uns im „Rössle“ ein schmackhaftes Abendessen servieren.

 

Ü: 18 €

Tkm: 420

 

 

Freitag, 04.11.11 - 14. Tag

 

Nach gemütlichem Frühstück und ausgiebiger Morgentoilette geht es um 9.30 Uhr wieder auf die Bahn. Bei Friedberg/Bad Nauheim fahren wir ab, um das gut restaurierte Römerkastell Saalburg bei Bad Homburg zu besichtigen.

 

 

           

 

Die Ausstellung ist sehr detailliert und übersichtlich aufgebaut und zeigt auf eindrucksvolle Weise, auf welchem Stand sich die römische Kultur befand. Nach einem Rundgang durch die Außenanlage und Einkauf im Shop geht es weiter Richtung Heimat.

 

 

 

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