Auf zur 2. Balkantour- Teil 3

 

Prevalle/KS - Mavrovo/MK - Ohridsee/MK - Korca/AL - Kavaja-Karpen/AL - Cetinje/MNE - Lovcen/MNE - Zadar/HR

 

01.09.2010

 

Fünfzehnter Tag

 

KS: Prevalle --> MZ: Jegunovce – Tetovo – Mavrovo – Galicnik

 

Schon früh sind wir wach, gönnen uns eine Dusche und gehen anschließend im Restaurant unten frühstücken. Außer uns sind noch ein paar Geschäftsleute anwesend. Gleich kommt ein Kellner an unseren Tisch und wenig später ist das Frühstück serviert, es gibt Käse, Rührei, Tomaten mit Zwiebeln und guten Kaffee.

 

     

 

9.40 Uhr starten wir Richtung Mazedonien. Dazu müssen wir zunächst über den 1515 m hohen Prevalle-Pass, dort weist ein Schild auf einen CP hin und tatsächlich sehen wir ein Zelt an einem Hang stehen. Nun geht es wieder talwärts. Wir kommen durch ein kleines Dorf, an dessen Ende sich ein auffallendes UCK-Denkmal befindet.

 

       

 

Ein paar km hinter Brod biegen wir rechts ab in Richtung der mazedonischen Grenze, müssen noch einen kleineren Pass überwinden und treffen bei der Abfahrt auf eine Kontrolle der Grenzpolizei. Sie wollen lediglich unsere Pässe und unsere Versicherungspolice sehen.  

Die mazedonische Grenzstation ist im Gegensatz zu der kosovarischen eine echte Antiquität. Leider darf man hier ja nicht fotografieren…

Die Abfertigung ist unkompliziert und schnell sind wir wieder „on the road“. Vom Grenzübergang geht es nun abwärts in die Ebene bei Tetovo.

 

        

 

Schon von weitem erkennen wir eine riesige Rauchwolke, die auf Industrie zurückzuführen ist und sich über das gesamte, weit

ausladende Tal ausbreitet. Natürlich wollen wir uns das aus der Nähe anschauen, deshalb biegen wir bei Tearce nach Jegunovce ab. Hier befindet sich die Fa. Silmak, ein Eisensilikonerzeuger (Vorlegierung für Stahl und Gusseisen).

 

         

 

Durch kleinere Ortschaften führt unser Weg auf die Schnellstraße nach Tetovo. Eine Stadt mit sozialistischem Charme. Nachdem wir einen Parkplatz gefunden haben, begeben wir uns ins Stadtzentrum, denn wir wollen die „Painted Mosque“ anschauen. An einem kleinen Platz sehen wir merkwürdige Fahrzeuge stehen. Bei näherem Hinsehen stellt sich heraus, dass dies "Sägewagen" sind.

 

 

                                                           

 

            

 

Der Weg zur Moschee führt entlang einer stark befahrenen Straße und wir schlucken jede Menge Abgase. Als wir die Moschee erreichen, ist gerade eine Gebetsstunde und wir umrunden das Bauwerk, um einige Bilder zu machen.

 

       

 

Auf Nebenstraßen gelangen wir zurück zu unserem Auto, nicht ohne uns in einer Bäckerei mit frischen Backwaren eingedeckt zu haben.

 

        

 

                                    

 

Wir verlassen die Stadt, kommen auf gut ausgebauter Schnellstraße zügig gen Süden vorwärts und biegen hinter Gostiva zum

Mavrovo-See ab. An ihm soll es zwei CP’s geben. Der See an sich ist sehr schön gelegen, das Wasser klar. Kurz vor Mavrovo

befindet sich eine Wiese mit Zugang zum Seeufer, die wohl einmal ein CP gewesen sein muss. Alte Schilder deuten darauf hin, heute ist der Platz leider vermüllt. Auch in Mavrovo gefällt es uns nicht besonders.

 

       

 

Ein Skizentrum lässt vermuten, welche Massen hier im Winter eintreffen. Also fahren wir zurück und hinauf über den Carevec, dort erreichen wir eine Hochebene, die ein wenig dem Durmitor ähnelt. Leider ziehen dichte Wolken auf und es beginnt zu regnen. Wir wollen nach Galicnik, um von dort nach Debar abzukürzen. Als wir im Dorf einfahren, begegnet uns ein Transporter mit deutschem Kennzeichen.

 

       

 

Natürlich stoppen wir auf gleicher Höhe, stellen uns kurz vor und erfahren dann, dass die Straße hier im Ort endet. Wir beschließen erstmal gemeinsam ins Café zu gehen und ein bisschen zu plaudern.

 

       

 

Die beiden und Runzel, eine Mischlingshündin, sind schon ein paar Monate unterwegs, sie haben heute gerade Heidelbeermarmelade eingekocht. Es gibt viel zu erzählen und da es schon fast 18 Uhr ist, wollen wir uns gemeinsam einen Stellplatz für die Nacht zu suchen. Der ist schnell gefunden, oben auf dem Pass ist ein kleines Wäldchen mit einer Lichtung, die uns passend erscheint.

 

                                   

             

Später gibt es noch Spaghetti mit pikanter Sauce, Wein und Raki. Es wird ziemlich kühl und wir sitzen noch eine ganze Weile in dem Bus der drei und verbringen einen wirklich netten Abend.

 

Tkm: 195

Ü: -

 

                                           Die Route 4

 

02.09.2010

 

Sechzehnter Tag

 

MK: Mavrovo Nationalpark – Debar – Ohrid – Ljubaniste

 

Nur wenige Fahrzeuge sind nachts vorbeigekommen. Der Morgen ist noch kühl, aber es verspricht ein sonniger Tag zu werden. Nach einem ausgiebigen gemeinsamen Frühstück trennen sich leider unsere Wege, und wir fahren weiter südwärts. In Debar machen wir einen Spaziergang durch die Stadt, dabei werden wir von einem älteren Herren in deutsch angesprochen. Er begrüßt uns freundlich und erzählt kurz, dass er in Deutschland gearbeitet hatte und wünscht uns dann noch eine gute Reise. Wir tauschen Geld und setzen uns in ein Café.

 

                 

 

                 

 

Kilometerlang führt die Straße nun am Debarsko Ezero entlang. Dieser wird vom Schwarzen Drin gespeist, der zugleich den

Abfluß des Ohridsees bildet. Wir passieren noch den Globocica Ezero, bevor wir bei Struga den Ohridsee erreichen. Auf

einer Schnellstraße gelangen wir zügig nach Ohrid, wo wir uns ein wenig die Beine vertreten wollen.

 

        

 

Es herrscht reges Treiben und an einem kleinen Marktstand decken wir uns mit Obst und Gemüse ein. Die Straße führt nun

direkt am Ufer des Ohridsees entlang und wir passieren zahlreiche Hotels und Villen. Kurz vor Sveti Naum biegen wir zum

CP Ljubaniste ab. Sehr ruhig und schön gelegen, leider lassen die Sanitäranlagen sehr zu wünschen übrig!!!.

Der Blick auf den See entschädigt.

 

Tkm: 148

Ü: 13 €

 

 

03.09.2010

 

Siebzehnter Tag

 

MK: Ljubaniste – Sveti Naum --> AL: Pogradec – Korca – Erseke - Germenj

 

Da Chrissi auf ihre morgendliche Dusche nicht verzichten möchte, wählt sie stattdessen ein Bad im Ohridsee. Danach machen

wir uns auf zum Kloster Sveti Naum, ein mazedonisches Nationalheiligtum. Zum Glück sind die Souvenirverkäufer noch mit dem Aufbauen ihrer Stände beschäftigt und wir gelangen fast unbehelligt zum Hotel, das gleich neben dem Kloster liegt. Dort

frühstücken wir erstmal in aller Ruhe und genießen die Aussicht auf den See. Vom Restaurant aus kommt man direkt in den

Klosterhof, alles sieht frisch restauriert aus. Während wir durch die Anlage gehen, nimmt der Besucherandrang merklich zu und wir suchen das Weite.

 

                    

 

Nur wenige km trennen uns noch von der Grenze zu Albanien, die wir um die Mittagszeit erreichen.

Von Pogradec fahren wir zügig weiter nach Korca, wo wir einen Stopp einlegen. Hier ist Markt und wir stürzen uns ins Labyrinth

der Gassen und Stände. In der „Käsehalle“ kaufen wir Butter und Schafskäse nach Kostprobe, dann soll es noch ein Teppich

für unser Mobil sein. Chrissi versucht zu feilschen, aber ihr Gegenüber lässt sich auf nichts ein.

 

       

 

Ein Dunst hier in der Stadt, man kriegt kaum Luft. Schon bald sind wir überfordert von dem Trubel, machen uns auf den Rückweg zum Auto und finden vorher noch eine kleine Bar für eine Kaffeepause.  

 

                       

 

Weiter geht es Richtung Leskovik, unser Ziel ist die „Farma Sotira“, eine kleine Forellenzucht bei Germenj. Hinter Erseke fängt es an zu regnen und als wir ankommen gießt es in Strömen. Wir entschließen uns, ein Blockhäuschen zu mieten. In der Taverna „Trofta“ gibt es natürlich Forelle zum Abendessen, mit Vorspeisen und Beilagen, alles sehr schmackhaft. Die Hütte ist gemütlich, wir gönnen uns eine Dusche und schreiben anschließend noch in unser RTB. 

 

         

 

Tkm: 138 

Ü: 3000 Lek incl. Frühstück

Essen: 2500 Lek

 

 

04.09.2010

 

Achtzehnter Tag

 

AL: Germenj – Leskovik – Permet – Tepelene – Fier – Kavaje

 

Nach einer ruhigen Nacht, werden wir morgens um halbacht in unserem Blockhaus wach. Leider regnet es immer noch und

schon eine halbe Stunde später gehen wir ins Restaurant hinüber. Die Eingangstür ist unverschlossen, jedoch ist kein Mensch

da. Wir warten und versuchen uns bemerkbar zu machen, vergeblich. Nach einer weiteren halben Stunde erscheint ein

albanischer Lkw-Fahrer, der die Wirtsleute per Handy wachklingelt. Es dauert nicht lange und unser Frühstück ist serviert. Der

Kaffee ist gut, wie immer, dazu gibt es Schafskäse, Spiegelei, Tomaten und Brot.

 

       

 

Wir starten gegen halbzehn, weiter geht es in Serpentinen Richtung Leskovik. Nach ca. 10 km kommen wir an eine Unfallstelle,

bei der ein Pkw frontal in den, in unserer Richtung fahrenden Bus, geprallt ist. Allem Anschein nach ist niemand verletzt worden. Wir können die Unfallstelle passieren und gelangen schon bald nach Leskovik. Erst jetzt fällt uns auf, dass es auch uns hätte erwischen können. Wir atmen nochmal tief durch.

 

Mittlerweile ist Nebel aufgezogen und wir haben Mühe, den Straßenverlauf zu erkennen. In Leskovik verpassen wir deshalb 

erstmal die Spitzkehre und fahren geradeaus weiter ins Dorf. Wir erkennen unseren Irrtum, drehen um und sehen im Nebel die

beiden großen, alten Eichen am Dorfplatz. Die Straße verläuft weiter abwärts nach Carshove, wo wir in das Tal der Vjosas

einbiegen, dem wir in nordwestlicher Richtung folgen. Nach der bisher bewaldeten Bergregion gelangen wir nun in ein offenes Tal. Auf einer langgestreckten Geraden, sehen wir schon von weitem ein Fahrzeug, dass sich als Steyr-Wohnmobil entpuppt. Es sind Deutsche, aus der Nähe unseres Heimatortes.

 

                                 

 

Wir halten an und tauschen kurz ein paar Reiseeindrücke aus. Kurz vor Permet führt rechts die Straße zu den Thermalquellen,

doch da wir heute noch bis an die Küste fahren wollen, müssen wir leider auf einen Besuch verzichten. In Kelcyra legen wir unsere heutige Kaffeepause in einem modern eingerichteten Café direkt an der Hauptstraße ein. Der Regen hat nun glücklicherweise aufgehört. Wenig später kommen wir zu der alten Eisenbrücke, die die Vjosas quert. Ein Schild besagt, dass sich nur ein Auto auf der Brücke befinden darf und Buspassagiere aussteigen müssen.

 

       

 

An Tepelene vorbei führt die Strecke nun durch eine landschaftlich nicht sehr anspruchsvolle Gegend, bis wir bei Ballsh an einem Erdölfeld vorbeikommen. Die Gegend ist gepflastert mit rostigen Bohrtürmen und Pferdekopfpumpen, von denen einige noch in Betrieb sind. Links der Straße befindet sich ein Teich, der mit Abfällen aus den alten Raffinerie-Anlagen gefüllt ist. Es riecht unverwechselbar nach Erdöl. Von der Straße aus sehen wir im Ort eine große Fabrik, deren Abgasschwaden nicht gerade gesundheitsförderlich aussehen. Um uns einen Eindruck von der Größe der Firma zu verschaffen, biegen wir im Ort ab und fahren ein Stück entlang des Fabrikgeländes. Wieder zurück im Ort, halten wir an einem „Minimarket“, um unsere Vorräte ein wenig aufzustocken. Auch im Ort ist der markante Geruch wahrnehmbar.

 

       

 

       

 

Mittlerweile sind wir in der albanischen Küstenebene angelangt. Ab Fier geht es auf einer vierspurig ausgebauten Straße gut

100 km in Richtung Norden. Es wird geheizt ohne Ende, obwohl Menschen am Straßenrand entlang gehen, Gemüsehändler

ihre „frische“ Ware feilbieten und alle möglichen "Fahrzeuge" mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs sind. Wir

überholen ein albanisches Quad mit einem älteren Herrn als Fahrer.

 

       

 

Bis Kavaja zieht sich die Strecke, ein Ort wächst in den anderen, links und rechts der Straße lässt sich ein wirtschaftlicher Aufschwung erkennen. Bei Kavaja biegen wir von der Schnellstraße ab und auf holperiger Strecke  geht es zum CP ans Meer bei Karpen.

 

       

 

Der CP wird von einem älteren albanischen Herrn geführt, der seine Gäste gern auf französisch unterhält. Von unserem  Platz aus haben wir einen Blick auf die Hafenstadt Durres und wir nutzen noch ein wenig die Sonne bis zu ihrem Untergang und spazieren an der „Uferpromenade“ entlang. Monsieur kocht für uns Lammkotelett und Salat, später erzählt er uns ein wenig aus seinem Leben. Zu uns gesellt sich ein Paar aus Bayern, die mit ihrem Lancia auch schon eine Weile unterwegs sind und ihren Teil zur abendlichen Unterhaltung beitragen.

 

                                              

  

 

Tkm: 260

Ü: 15

 

 

05.09.2010

 

Neunzehnter Tag

 

AL: Kavaje – Durres – Skhoder --> MNE: Cetinje – Njegusi

 

Gegen 10 Uhr befinden wir uns wieder auf der Holperstrecke bis zur Schnellstraße. Es geht in Richtung Norden, denn wir wollen heute noch in Montenegro sein. Schon nach kurzer Zeit passieren wir die Hafenstadt Durres und die Strecke nach Norden zieht sich. Wir fahren an Lezha vorbei, durch Skhoder hindurch und danach wartet die im Ausbau befindliche Straße bis zur Grenze auf uns.

 

       

                                                                    

 

Wir haben das Gefühl, etliche Tonnen Staub geschluckt zu haben. Kurz vor der Grenze halten wir in Aliaj, um unsere letzten

Leke in Espresso umzusetzen. Wenig später sind wir am Grenzübergang. In Montenegro tanken wir erst einmal. Mit dem

Autowaschen wird es leider nichts und wir müssen es auf später verschieben. Wir wollen Cetinje, der ehemaligen Hauptstadt

Montenegros, einen Besuch abstatten.

 

       

 

         

  

Dort angekommen, halten wir nach einer Übernachtungsmöglichkeit Ausschau. Von einer Reisebekanntschaft hatten wir gehört, dass es vor dem Grand Hotel einen Stellplatz geben sollte. Als wir jedoch danach fragen, erfahren wir, dass das "Wildcampen" vor dem Hotel nicht erwünscht ist. Wir suchen einen Parkplatz und begeben uns auf einen Rundgang durch die verschlafen wirkende Stadt. Zahlreiche ehemalige Botschaften sind hier auf engstem Raum versammelt. Wir spazieren am Königspalast, an der Biljarda und am Kloster vorbei.

 

Als wir an einer Bäckerei vorbei kommen, werden wir durch den Geruch frischer Backwaren magisch angezogen. Wir decken uns mit frischem Brot ein und verzehren einiges davon auf dem Weg zum Auto. Die Strecke zum Lovcen ist nicht gut ausgeschildert und so orientieren wir uns am Stand der Sonne, finden zum Glück auch gleich den richtigen Weg. Die schmale Straße zieht sich in Serpentinen durch den Nationalpark, vorbei an einer Ferienanlage, wo gerade ein Käfertreffen stattzufinden scheint. Mittlerweile ist die Zeit vorangeschritten, aber wir wollen noch zum Njegos-Mausoleum. Die Zufahrtsstraße biegt rechts ab und wir erkundigen uns an einem Souvenirladen, ob ein Besuch zu dieser Zeit noch möglich ist. Der gute Mann winkt uns durch und schon bald stehen wir am Fuße des gigantischen Bauwerks. Jetzt heißt es Treppensteigen, 461 Stufen sind zu erklimmen und wir betreten das 1660 m über dem Meeresspiegel liegende Mausoleum. Ein beeindruckendes Monument, das 1974 zum Gedenken an den Bischof Njegos, den großen Sohn Montenegros, errichtet wurde. Wir steigen in die Krypta hinab und gehend anschließend zur Aussichtsplattform.

Die Aussicht ist atemberaubend, nur leider bricht langsam die Dämmerung herein und wir machen uns auf den Rückweg.

 

     

 

Auf schmaler Straße geht es nun abwärts in Richtung Njegusi. Aus der Erinnerung wussten wir, dass es hier ein Restaurant mit

Ferienhäusern gibt. Als wir dort ankommen, treffen wir auf ein deutsches Ehepaar mit Wohnmobil, die uns erzählen, dass man für 5 € auf der Wiese stehen kann. Ein Wohnwagen steht schon dort und wir suchen uns ebenfalls ein Plätzchen. Hungrig, wie meistens, suchen wir das Restaurant auf und schauen, was die Küche so zu bieten hat. Die Innenausstattung besteht aus grob gezimmerten Tischen und Bänken, die mit Fellen belegt sind, die Wände zieren allerlei volkstümliche Gerätschaften und skurrile Sammelobjekte. Die Bedienung ist sehr freundlich und wir bekommen ein opulentes und leckeres Abendessen serviert. (Die 5 € müssen wir nicht zahlen).

 

     

 

Tkm: 263

Ü: -

Essen: 21 €

 

 

06.09.2010

 

Zwanzigster Tag

 

MNE: Njegusi – Kotor --> BIH --> HR: Omis

 

Als wir morgens aus unseren Decken schlüpfen, zieht der Dunst an den umliegenden Bergen empor.  Wir genehmigen uns ein deftiges Frühstück und treten so gestärkt die Abfahrt nach Kotor an. In schier endlosen Kurven führt die Straße hinab. Dabei genießen wir die wechselnden Ausblicke auf die Bucht von Kotor. Hier suchen wir uns einen Parkplatz, erreichen das Zentrum der Altstadt über ruhige Nebenstraßen und Gässchen, bevor wir im Zentrum von den Touristenmassen erdrückt werden. Sämtliche Nationalitäten sind hier angetreten, um sich einen Eindruck von diesem Weltkulturerbe zu verschaffen.

 

     

 

Durch das Seetor flüchten wir zum Hafen und bestaunen die luxuriösen Jachten, die hier festgemacht sind. Da noch etliche km

vor uns liegen, machen wir uns wieder auf den Weg.

 

 

Die Fahrt um die innere und äußere Bucht dauert eine Weile. In Herceg Novi halten wir, um unseren Wagen wieder auf Vordermann bringen zu lassen. Die beiden Jungs an der Waschanlage arbeiten wirklich sehr gründlich und wir bedanken uns mit einem angemessenen Trinkgeld.

  

Weiter geht es nach HR, an Dubrovnik vorbei fahren wir entlang der Küstenstraße. Um diese Jahreszeit ist hier nicht mehr soviel Verkehr und wir können die Aussichten genießen. Gegen 18 Uhr erreichen wir den CP Sirena vor Omis. Wir vertreten uns noch ein wenig die Beine, bevor wir uns an die Zubereitung unseres Abendessens machen.

 

 

Tkm: 314

Ü: 20 €

 

 

07.09.2010

 

Einundzwanzigster Tag

 

HR: Omis – Zadar --> SLO: Otocec

 

Nach dem Frühstück geht es weiter in Richtung Heimat. Das kleine Städtchen Omis macht bei der Durchfahrt einen netten Eindruck, vielleicht kommen wir hier noch einmal her. An Split vorbei und der Küstenstraße folgend, gelangen wir nach etlichen km in die Hafenstadt Zadar. Hier gibt es eine Meeresorgel, die von den Wellen des Meeres „gespielt“ wird. Am Ende der Uferpromenade befindet sich eine Mole, in die Öffnungen eingelassen sind, in die das Meerwasser einströmen kann und dadurch Töne erzeugt. Die meisten Besucher haben sich ein Plätzchen gesucht und lauschen den Klängen. Auch wir genießen für eine Weile die sphärischen Klänge, bevor wir unseren Spaziergang durch die lebhafte Altstadt fortsetzen.

 

     

 

Um das Velebit-Gebirge zu überwinden, müssen durch einen mehrere km langen Autobahntunnel hindurch und sind überrascht, als das Thermometer auf der anderen Seite um 10 Grad gefallen ist. Es scheint, als wäre hier schon der Herbst angebrochen. In Ogulin biegen wir von der Autobahn ab und besichtigen den Dulin Ponor. Der Fluss Dobra versickert hier in einen riesigen Schlund von der Erdoberfläche, ein außergewöhnliches Karst-Phänomen.

 

                                                                           

 

Wieder zurück auf der Autobahn, folgen wir dieser bis kurz vor Karlovac, dann verlassen wir die Bahn und fahren auf bekannter

Strecke zur slowenischen Grenze. Unser Ziel ist noch einmal der CP in Otocec bei Nove Mesto. Abends kommt noch ein Paar aus München an, die einen Kurzurlaub an der kroatischen Adria verbringen wollen. Wir trinken noch ein Glas Wein zusammen  und schwatzen ein wenig.

 

Tkm: 529

Ü: 15 €

 

 

08.09.2010

 

Zweiundzwanzigster Tag 

 

SLO: Otocec --> A: Hallein --> D: Goslar

 

Am nächsten Morgen erfahren wir, woher die seltsamen Geräusche der Nacht stammten. Als wir einen Blick aus dem Auto werfen, sehen wir die Münchner mit einer Katze auf dem Arm um ihr Auto herumlaufen. Die kleine Katze war wahrscheinlich nachts ausgesetzt worden. Sie hatte sich unter der noch warmen Motorhaube versteckt und hatte die ganze Zeit jämmerlich miaut.

 

Da wir heute noch zu Hause ankommen wollen, machen wir uns bald auf den Weg zur Autobahn.

Dann wird durchgestartet. Um Zeit zu sparen, nehmen wir diesmal den knapp 8 km langen Karawankentunnel, um nach Österreich zu gelangen. In Österreich selbst erwarten uns noch der Katschberg- und der Tauerntunnel. Am frühen Nachmittag erreichen wir Hallein, wo wir erstmal einen Stopp bei MCD einlegen; anschließend statten wir noch dem großen Supermarkt daneben einen Besuch ab. Ein letzter Tankstopp wird bei Nürnberg notwendig, bevor wir gegen Mitternacht zu Hause eintreffen.

 

Tkm: 1172

Ü: das eigene Bett wartet

                                                                           Startseite 2010                 Zweiter Teil: BIH-MNE-AL-KS